Governance-Initiativen
Governance ist kein Projekt, sondern ein Operating Model
Governance-Initiativen scheitern selten aufgrund fehlender Policies. Sie scheitern daran, weil niemand festgelegt hat, wer die Durchsetzung der Policies übernimmt, wer Ausnahmen genehmigt und wie sich die Governance weiterentwickelt, wenn die Plattform sich verändert. Das Resultat: ein Governance-Dokument, das zwar beim Audit präsentiert wird, im Alltag jedoch keine Bedeutung hat.
Wir entwickeln Governance als Operating Model, mit eindeutigen Rollen, definierten Prozessen und technischen Guardrails, die Compliance automatisch durchsetzen, anstatt sie manuell einzufordern.
Das meist verbreitete Anti-Pattern: Eine zentrale Governance-Abteilung legt Policies fest, die von den Delivery-Teams systematisch umgehen, weil sie den Entwicklungsprozess verlangsamen, ohne dass ein erkennbarer Vorteil besteht. Die Policies sind für das Audit gedacht, nicht für den Alltag.
Der zweite Klassiker: Governance wird als ein einmaliges Projekt angesehen. Ein Framework wird abgenommen, und nach sechs Monaten ist es obsolet, weil sich die Plattform weiterentwickelt hat, neue Datenquellen hinzugekommen sind und niemand den Auftrag hat, die Governance damit zu unterstützen.
Um Data Governance erfolgreich zu gestalten, braucht es drei Dinge gleichzeitig: klare Ownership-Strukturen, die im Alltag umsetzbar sind. Prozesse, die in bestehende Workflows einfließen, ohne zusätzliche Bürokratie zu schaffen. Und technische Guardrails; Policy-as-Code, automatisierte Qualitätschecks, Access-Control auf Plattformebene, die sicherstellen, dass Compliance eingehalten wird, ohne dass jemand ein Formular ausfüllen muss.